Alopezie

Alopezie ist der Fachausdruck für Haarausfall. Dies ist jedoch der Oberbegriff, der viele verschiedene Erscheinungsformen und Ursachen des Haarausfalles beinhaltet. Einen groben Unterschied gibt es schon zwischen der Alopezie bei Männern und dem Haarausfall bei Frauen. Alopezie beinhaltet in jedem Fall sowohl ein gesundheitliches als auch ein kosmetisches Problem. Alle Arten von Alopezie haben eines gemeinsam – Die Menschen leiden unter dem Haarausfall.
Bisher sind einige Ursachen für Alopezie bekannt, die bei anhaltender Verschlimmerung der Abklärung durch einen Arzt bedürfen. Ist die Ursache klar, kann gezielt auf das Haarproblem eingegangen werden. Es gibt einige Möglichkeiten von medizinischen, aber auch kosmetischen Methoden und Produkten, die bei Alopezie Anwendung finden.

Zu den Formen der Alopezie zählt der so genannte Spannungshaarausfall, der besonders bei Männern auftritt. Dieser steht nach neuen Erklärungsansätzen im engen Zusammenhang mit erblicher Veranlagung, den Androgenen im Blut und hier mit den Abbauprodukten des Testosterons. Die Muskelverspannung der Kopfhaut und die Durchblutung der Kopfhaut spielen ebenfalls eine vornehmliche Rolle. Bei Frauen tritt diese Form der Alopezie in einem geringeren Prozentsatz und in abgewandelter Form auf.

Die reine androgenetische Alopezie betrifft zirka 90 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen. Beginn, Tempo, Verlaufsformen und Behandlung sind höchst unterschiedlich.
Die meisten Behandlungsmethoden, Medikamente, mit Hormonen angereicherte Haarwässer und eine andere Ernährung erreichen wohl einen Aufschub, können diese Alopezie aber nicht dauerhaft aufhalten.

Bei einem diffusen Haarausfall erfolgt eine gleichmäßige Ausdünnung der Haare. Hiefür gibt es verschiedene Ursachen. Hormonschwankungen, vor allem bei Frauen, Stress, Eisenmangel oder Infektionen können der Grund sein. Auch Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel oder Medikamente zählen zu den möglichen Ursachen. Sogar die Ernährung kann bei der diffusen Alopezie eine Rolle spielen. Ein Gespräch mit dem Arzt kann Aufklärung bringen.

In der Schwangerschaft und danach kommt es durch den veränderten Östrogenspiegel zuerst zu stärkerem Haarwuchs und dann zirka 2 Monate bis zu 4 Monaten nach der Geburt zu vermehrtem Haarausfall. Auch zu dünneren Haaren kann es in dieser Zeit kommen. Sobald sich der Hormonspiegel wieder eingepegelt hat, entsteht meistens wieder der gewohnte normale Haarwuchs.

Einige spezielle Formen von Alopezie, wie der kreisrunde Haarausfall mit unbekannter Ursache, mechanischer Haarausfall durch Druck, herdförmiger Haarausfall mit kleinen Narben oder das zwanghafte Ausreißen von Haaren oder Krebsbehandlung bedürfen einer besonderen Behandlung.

Für die meisten Formen der Alopezie kann Haarersatz eine wirkungsvolle Alternative sein. Perücken, Toupets und Haarteile kommen als Haarersatz in Frage. Verschiedene Haarbefestigungsmethoden helfen, an den ausgedünnten Stellen oder kahlen Flächen eine Haarverdichtung zu erreichen. Auch eine Haarverpflanzung kann für optimalen Haarersatz sorgen.
Eine gute Beratung hilft, zumindest das kosmetische Problem zu mildern und verschafft neuen Mut.

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